26.04.2021 Ein herbizidresistenter Mais ist die erste mit neuer Gentechnik veränderte Pflanze, für die in der Europäischen Union (EU) die Zulassung beantragt wurde. Darauf wiesen mehrere gentechnikkritische Organisationen heute bei der Vorstellung einer Studie zu „Produkten und Profiteuren“ neuer Verfahren wie Crispr/Cas hin. Diese und eine weitere internationale Studie stellen gängige Behauptungen über angeblichen Nutzen des sogenannten Genome Editing wissenschaftlich begründet in Frage.

 Glas Gem Corn, Sibylle Maurer-WohlatzMaiskörner sind nicht immer gelb. Bei den Vielfaltssorten, die früher im Maisanbau verbreitet waren, gibt es fast das gesamte Farbspektrum.

Keine Patente auf Saatgut! startet Online-Petition für ein Moratorium - Unterschreiben bis 16.3.2021

14. Dezember 2020 / Keine Patente auf Saatgut! startet heute einen internationalen Aufruf für ein Moratorium bei Patentanträgen auf Pflanzen und Tiere, um zu verhindern, dass am Europäischen Patentamt (EPA) weitere Patente auf konventionelle Züchtungen erteilt werden.

Um die vom Netzwerk "Lebendige Vielfalt" organisierten Saatgut-Tauschbörsen in Sachsen weiter durchführen zu können, wurde auf www.ecocrowd.de ein Crowdfunding gestartet. Milana Müller und Lisa Becker, die die Tauschbörsen koordinieren, bitten um eine  Unterstützung bei der weiteren Organisation. Seit 13. November läuft diese Aktion bis Anfang Februar). Als Dankeschön für eine finanzielle Hilfe gibt es interessantes Saatgut, u.a.

Bohnen, Tomaten, Erbsen und Radieschen: Mit der Ausleihe von Saatgut starten Fahrbüchereien in Schleswig-Holstein ein innovatives Projekt, um alte Gemüsesorten zu erhalten und Kulturtechniken zu bewahren. Der schleswig-holsteinische Umweltminister Jan Philipp Albrecht hat die Schirmherrschaft übernommen.

In diesem Jahr wurde die „Bautzener Kastengurke“ in die Arche des Geschmacks aufgenommen. Die Organisation Slow Food wählt dazu seit 1996 bedrohte Nutzpflanzen- und Tierrassen aus, die so ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden und damit besser erhalten werden sollen.

Bonn, 21.4.2020 - Die meisten Saatgutfestivals und -tauschbörsen konnten in diesem Frühjahr nicht stattfinden. Sie sind noch vor dem Internet die wichtigste Quelle für die Verbreitung von traditionellen Gemüsesorten und entsprechendem Wissen. Nun wird auch noch die zweite große Möglichkeit, nämlich Vielfaltssorten durch Jungpflanzen zu verbreiten, durch die derzeitigen Pandemie-Regelungen stark eingeschränkt, warnt der Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt.

Möchten Sie gute Tipps beitragen? Bitte an veranstaltungen (at) nutzpflanzenvielfalt.de - gern mit Foto oder Link
 
 
Regionalgruppe Lausitz-Ostsachsen
Tauschbox statt Tauschbörse:Pflanzen können dort wie üblich getauscht werden, da ja niemand daneben steht, sollte man die Pflanzen ausreichend beschriften. Z. B. Fleischtomate, rot Sorte xxx. Wer möchte, kann noch seinen Namen dazu schreiben. Birgit Fleischer
 
von: Informationsdienst Gentechnik
27.03.2020
Es ist eine Standardbehauptung von Gentechnikern und Behörden: Mit neuen gentechnischen Verfahren eingebrachte Änderungen bei Pflanzen lassen sich nicht von natürlichen Mutationen unterscheiden. „Stimmt nicht“, sagt der französische Biochemiker Eric Meunier. Er beschreibt biochemische Methoden, mit denen sich einzelne Sorten akkurat unterscheiden lassen. Entwickelt haben diese Methoden Pflanzenzüchter, um ihre Sortenrechte zu verteidigen.
Die Kontaktbeschränkungen betreffen auch unsere Saatgutveranstaltungen. Das Interesse an samenfesten Sorten wächst ja weiter, und die Presse hilft dabei, siehe 27.3.20 Bonner Generalanzeiger S.16 "Saatgut ist Kulturgut"  .
Auch die jährliche Tauschbörse im Poppelsdorfer Nutzpflanzengarten Am ersten Sonntag im April findet nicht statt.

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