Foto: Melanie Grabner @ lilatomateDie Gurke (botanisch: Cucumis sativus L.) ist heute ein nahezu weltweit beliebtes Gemüse, wobei bei uns neben den Einlegegurken die gleichförmigen, zarten Schlangengurken aus dem Gewächshaus im Vordergrund stehen. Doch abseits davon findet sich noch eine durchaus beachtliche Vielfalt an Formen und Farben.

Foto links: Hier sieht man die Tomatensorte Ficarazzi, die in den Erhalteringen in der Saison 2018 kultiviert wurde.


Dieses Jahr gehen wir in die zweite Runde unserer Erhalterringe für samenfeste Tomatensorten. Wir möchten im VEN ein System für die Erhaltung und Weiterentwicklung samenfester Tomaten- und Bohnensorten etablieren, das einerseits fachlich fundiert aber auch offen für eine breite Beteiligung ist.  Aus diesem Grund haben wir ein System entwickelt, in dem Fachgruppen für bestimmte Kulturarten (bisher Tomaten und Bohnen) den Prozess organisieren und fachlich begleiten. Die praktische Erhaltungs- und Entwicklungsarbeit aber soll in den Gärten der Gärtner*innen stattfinden. Wir möchten die praktische Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt verbinden mit Bildung und Bewußtseinsförderung für die Bedeutung der Kulturpflanzenvielfalt für unsere Gesellschaft. Wir brauchen eine breite Beteiligung für die Erhaltung und Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt und wollen dies nicht den großen Saatgutkonzernen überlassen. Wir wollen erreichen, dass Kulturpflanzen allen Menschen zugänglich sind.

Gärtner*innen, die sich gerne einer Tomaten-Ringsorte annehmen wollen, können sich auf der aktuellen Liste mit den Tomaten-Ringsorten umschauen und melden sich unter tomaten(at)nutzpflanzenvielfalt.de

Gärtner*innen, die sich gerne einer Bohnen-Ringsorte annehmen wollen, können sich auf der aktuellen Liste mit den Bohnen-Ringsorten umschauen und melden sich unter bohnen(at)nutzpflanzenvielfalt.de

Viele der Sorten sind auch schon in der Saatgutliste beschrieben und können mit neuen Suchkriterien dort jetzt gefunden werden: Zur Saatgutliste. Mehr Details zu dem Erhaltungssystem findet ihr auf dieser Seite des VEN.

Die Arbeitsgemeinschaft Saatgutfestival Düsseldorf und der VEN über unsere Regionalgruppe Düsseldorf haben eine  Auszeichnung für das Engagement für Artenvielfalt in der Stadt erhalten. Seit 2015 organisiert das Team aus VEN - Regionalgruppe Düsseldorf, Ökotop Heerdt, Urban Gardening Gruppe Düsselgrün und Halle "Leben findet Stadt" gemeinsam das Saatgutfestival Düsseldorf.

 

 

Großdemonstration für zukunftsfähige EU-Agrarreform am 19.01.19 / Kochtopf-Konzert für klima- und umweltfreundliche bäuerliche Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung und gutes Essen

Beim europäischen Aktionstag für eine umwelt- und bienenfreundliche Landwirtschaft gingen in 19 Ländern und 60 Städten Europas viele Menschen auf die Straße.
In Berlin waren wir am 27.10.2018 am Brandenburger Tor dabei und konnten Interessenten einige Fragen zu unserem Verein beantworten sowie Flyer verteilen.

"Neue gentechnische Verfahren in der Pflanzenzüchtung: Herausforderungen für die gentechnikfreie Saatgutarbeit"
Der Flyer der IG Saatgut, bei der der VEN Mitglied ist, kann beim Versand des VEN kostenlos bestellt werden. Zur Bestellseite
Mehr zur Interessengemeinschaft Gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut)

Der taschenGARTEN ist ein persönlicher Terminplaner und politischer Gartenkalender mit einer wöchentlichen Anbauplanung für den (Gemüse-)garten. Seit 2013 wird er vom Marburger Projekt GartenWerkStadt herausgegen - in jedem Jahr zu einem anderen Schwerpunktthema. Diesmal ist das Motto "In die Zukunft wachsen". Mehr Infos und Bestellmöglichkeiten gibt es hier.

Für den taschenGARTEN 2019 hat sich das Kalender-Team auf die Suche gemacht nach Menschen, die sich schon heute auf eine Art und Weise mit Lebensmitteln beschäftigen, die wir für wegweisend halten: in Bezug auf Anbaumethoden, Produktionskontexte, Verteilung und auch was die Frage nach dem „Wie kommen wir da hin?“ betrifft. Dazu gibt es wie immer eine aussführliche Anbauplanung und viele Praxistipps für euren (Gemüse-)Garten. Einen kleinen Beitrag in dem Kalender zu mehrjährigem Getreide hat VEN-Mitglied Johannes Timaeus beigesteuert.

Der Dokumentarfilm "Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen"  (USA 2015, O.m.U, 90 Minuten) ist ab Oktober 2018 in vielen Kinos zu sehen. Der Regisseur Regisseur Taggart Siegel wird in einigen Städten an einem Filmgespräch im Anschluss an die Vorführung teilnehmen. Weitere Sondervorführungen mit Filmgesprächen sind vorgesehen oder noch in Planung, siehe  http://www.wfilm.de/unser-saatgut/kinotermine/. In dem Film wirken unter anderem die weltweit bekannten Umweltaktivisten Vandana Shiva, Jane Goodall, Raj Patel und Percy Schmeiser mit. Ausgezeichnet wurde der Film mit 18 Festival-Awards und ist aktuell EMMY-nominiert als Outstanding Nature Documentary.

Der VEN ist Partner des Filmverleihs. Viele Mitglieder des VEN organisieren weitere Sondervorführungen, teils mit Diskussionen und Infoständen. Bitte auch den VEN Terminkalender beachten.

Aufruf zur Mitarbeit in der Fachgruppe Capsicum und in Erhalterringen für Paprika und Chili 

Von Christian Visser 

Chili und Paprika sind, im wahrsten Sinne des Wortes,
 in aller Munde. In den letzten Jahren sind insbesondere scharfe und bunte Sorten auf den Markt gekommen, die sich reger Nachfrage erfreuen. Auch einige VEN-Mitglieder beschäftigen sich schon länger mit interessanten Sorten, nicht zuletzt waren die Capsicum-Arten das Gemüse des Jahres 2015/2016. Vor einigen Monaten kam die Idee auf, interessierte VEN-Mitglieder zusammenzubringen, die sich für Chilis und Paprika sowie samenfeste Sorten und ökologisches Gärtnern begeistern. Wir wollen uns über die Arten- und Sortenvielfalt und die Kulturgeschichte von Chilis und Paprika austauschen. Weitere spannende Aspekte sind der Tausch von Saat
gut und Capsicum-Sorten sowie deren Erhaltung. Bei der Erhaltung greifen wir auf das Konzept der Erhalter-Ringe des VEN zurück, bei denen mehrere Teilnehmer gemeinsam die Erhaltung einer Sorte schultern. Auch die Nutzung von Chilis und leckere sowie gesunde Rezepte wären ein mögliches Arbeitsfeld. Wir sind offen für alle Capsicum-Sorten. Die überall erhältlichen, bunten, extrascharfen Chili- sowie Paprikasorten stehen dabei aber nicht alleine im Mittel- punkt. Schwerpunkt unserer Erhalterarbeit sollen seltene und außergewöhnliche Capsicum-Sorten darstellen. Ein Beispiel ist die in diesem Beitrag abgebildete Elephantchili, die auch als Tigerpfefferoni bezeichnet wird. 

Wenn Sie begeisterte Chili- oder Paprika-GärtnerInnen sind und sich zu diesem Thema austauschen und gemeinsame Projekte starten wollen, melden Sie sich bei Christian Visser und Johannes Timaeus unter capsicum@nutzpflanzenvielfalt.de.

Weitere Artikel und Informationen zu Chilis uns Paprikas finden Sie unter diesem Link.

So lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung im Deutschen Gartenbaumuseum Erfurt. Ziel der Ausstellung ist, viele Menschen, ob Haugärtner, Gemüse- und Obstanbauer, Schüler und Lehrer, Köche oder Restaurantbesitzer für die fast vergessenen regionalen Nutzpflanzen zu interessieren.

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