Zitronenverbene

Foto: Susanne Goroll
Botanischer Name: 
Aloysia citriodora

(syn. Aloysia triphylla, Lippia citriodora)

Dieser verholzende Teestrauch mit angenehm zitronigem Aroma wurde bereits im 18. Jahrhundert aus Südamerika in Europa eingeführt. Er gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse, ist ausdauernd, aber bei uns höchstens im Weinbauklima winterhart. Im Freiland wird er über 2m groß und ausladend, im Topf entsprechend kleiner. Besonders beliebt ist er als ‚Verveine-Tee’ in Frankreich und der Schweiz. 

Anbau: 

Bei genügend Sonne, Wasser und Nährstoffen ist es eine unempfindliche Pflanze. Nur in warmen Gegenden Deutschlands kann sie den Winter ausgepflanzt  im Garten überleben, ansonsten wird sie besser in Töpfen gezogen und im Winter eingeräumt, nachdem man sie zurückgeschnitten hat. Da sie im späten Herbst ihre Blätter verliert, kann sie problemlos bei geringer Wasserzufuhr im dunklen, kühlen Keller überwintert werden. Die Freilandexemplare sind für eine Abdeckung als Winterschutz dankbar.

Gehen die Temperaturen im frühen Jahr kaum mehr unter Null Grad, wird sie an einem geschütztem Platz im Halbschatten wieder herausgestellt, eventuell getopft in frische Erde. 

Ernte: 

Die Pflanze kann mehrmals im Jahr beerntet werden und liefert neben der Frischnutzung getrocknet einen gute Menge an Wintervorrat. Es werden immer genug Blätter am Strauch belassen, damit er weiter wachsen kann. An einem warmen, luftigen, dunklem Ort werden die geernteten Blätter auf einem Tuch ausgebreitet und trocknen dann schnell. Anschließend in ein gut schließendes Gefäß füllen.

Vermehrung: 

Durch Stecklinge lassen sich im Frühjahr und Sommer neue Pflanzen gewinnen. Falls es zur Samenreife kommt, kann der Warm- und Lichtkeimer im Frühjahr ausgesät werden. Es erfordert dann aber Geduld, bis daraus eine kräftige Pflanze wird.

Nutzung: 

Die Zitronenverbene ist mir das leckerste Teekraut von denen, die hier bei uns problemlos wachsen.  Neben dem zitronigen Geschmack trägt sie auch noch andere Geschmacksnuancen in sich. Frisch schmeckt sie besonders gut, aber auch getrocknet behält sie ihr gutes Aroma. Sie hat eine beruhigende Wirkung auf Magen und Geist.

Einige Blätter werden mit kochendem Wasser übergossen, dann etwa 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee schmeckt auch kalt getrunken.
Auch für Mischtees, Sirup, zum Würzen von Speisen und Salaten, Süßspeisen, als Badezusatz, zur Seifenherstellung........
 

Text: Susanne Goroll