Morgenländisches Zackenschötchen, Türkische Rauke

Türkische Rauke Foto: Susanne Goroll
Botanischer Name: 
Bunias orientalis

Ausdauernde, leicht zu kultivierende Salatpflanze aus Polen und Russland. Das Zackenschötchen ist ein Kreuzblütler mit attraktiv gelben Blüten, im Aussehen und als Bienenweide ähnlich Raps. Nach der Blüte bilden sich an den bis zu 1 m hohen Stängeln zahlreiche Samenschoten. Die ähnlich Löwenzahn zu nutzende Blattrosette (glatte Blattränder) treibt im Frühjahr.

Anbau: 

Aussat im März ins Freiland, keimt langsam und unregelmäßig.

Ernte: 

Das Zackenschötchen ist eines der ersten Frühlingsgemüse. Erste Ernte im März, dann fortlaufend alle zwei Wochen. Junge Pflanzen sparsam beernten. Die Blütentriebe können wie Brokkoli gedünstet werden. Etwa ab dem dritten Jahr können die pfeilförmigen schmalen Blätter vollständig abgeerntet werden.

Vermehrung: 

Zur Saatgutgewinnung lassen Sie die Pflanzen schossen. Wenn die Samenschoten reif sind (etwa im August und kurz bevor sie aufspringen), werden sie in einen Eimer oder auf ein Tuch geerntet, im Schatten getrocknet und anschließend kühl und trocken gelagert. Die Samen haben einen kleinen Zacken an der Spitze, daher der Name.

Nutzung: 

Die zarten jungen Blätter und Triebspitzen werden frisch als Salat (scharfer, rettichartiger Geschmack) oder mit Joghurt verzehrt. Gedünstet haben sie einen deftigen Geschmack ähnlich Grünkohl.

Tipps: 

Da die Pflanze sich in freier Natur invasionsartig vermehren kann, muß  im Garten bei der Saatgutgewinnung mit Vorsicht gehandelt werden.