Tee- oder Gewürzfenchel

Fenchel Foto: Susanne Goroll
Botanischer Name: 
Foeniculum vulgare

Neben dem Gemüsefenchel gibt es den Tee- oder Gewürzfenchel, bei dem die Samen als Gewürz oder Tee benutzt werden. Fenchel ist eine winterharte Staude mit fein gefiederten Blättern. Er gehört, wie Süßdolde, Dill und Petersilie zu den Doldenblütlern.

Anbau: 

Fenchel wird im Frühjahr, März/April ausgesät. Der Boden sollte vorher gut gelockert und mit Kompost versorgt werden.

Fenchel braucht einen humosen Boden, Dünung mit Kompost ist empfehlenswert. Ein Platz in der Sonne ist wichtig, damit die Früchte ausreifen können. Bei der Auswahl des Platzes ist zu berücksichtigen, dass Fenchel ab dem zweiten Jahr mit 1,5 bis 2 m sehr hoch wird.

Ernte: 

Junge Blätter können im Frühjahr gepflückt werden, später werden sie hart.

Früchte können ab dem zweiten Jahr geerntet werden, siehe Vermehrung.

Vermehrung: 

Im ersten Jahr bildet Fenchel nur Blätter. Zu eng stehende Pflanzen können entfernt werden und in der Küche genutzt werden. Ansonsten reicht es Beikräuter zu entfernen und bei Trockenheit zu gießen.
Im zweiten Jahr bildet die Pflanze dann an hohen Stängeln Blüten und später Früchte. Da die Pflanze sehr hoch werden kann, ist es sinn voll sie zusammen zu binden, damit sie bei Sturm nicht umknickt. Die Früchte sind im September/Oktober reif, werden geerntet wenn sie hart und grau-grün sind. Sie werden getrocknet und von den Dolden gestreift.
Ab dem dritten Jahr wird die Staude in Frühjahr mit Kompost versorgt.

Nutzung: 

Fenchel ist beliebt als Würzkraut für Fisch, aber auch zu Gemüsegerichten lassen sich die frischen Blätter verwenden. Ganze oder gemahlene Körner können zum Würzen von Brot, Suppen und Mix Pickles verwendet werden. Fencheltee wirkt krampflösend, harntreibend und mild abführend.

Ein sehr schmackhaftes, traditionelles Gewürz aus Sardinien zum Ausprobieren: die frischen oder getrockneten Blüten als Gewürz, sie erinnern nur noch entfernt an Fenchel.
Tipps: 

Wie alle Doldenblütler zieht der Fenchel eine Vielzahl von Insekten an (Schwebfliegen, Feuerwanzen) und Schmetterlingslarven finden einen Lebensraum. Er ist somit ein attraktiver Ort zur Beobachtung.