Am Samstag den 25. September feierte der Kleingärtnerverein „Linden e. V.“ mit 150 - 200 Besucher sein „Fest der Kartoffelvielfalt“.

Auf dem Markt werden Gemüsebauern gelegentlich nach Butterkohl gefragt.

Einige meinen, das sei Spitzkohl, andere vermuten, es sind die Spitzen von Rosenkohlpflanzen. Beides mag zart sein, Butterkohl ist es nicht.

Ein spezieller Wirsing, der sehr locker wächst, ist Butterkohl. In der DDR war er noch lange bekannt, ist aber auch hier zwischenzeitlich aus den Gärten und dem Handel verschwunden.

Am Samstag, den 11. September 2010, stand die Stangenbohne „Hildesheim“ im Blickpunkt des Interesses. Im Infogarten des Bezirksverbandes in Hildesheim trafen sich Paten der Sorte und an einer Sortenpatenschaft Interessierte.

Für die Stangenbohne „Hildesheim“ haben sich im Frühjahr 2010 mehrere Paten aus der Region Hannover-Hildesheim gefunden. Bei dem Termin ging es um Erfahrungsaustausch und darum möglicherweise Neues über die alte Regionalsorte zu erfahren.

Trotz schlechter Wettervorhersage war das diesjährige UFO ein Erfolg, 3500 Menschen, viele Familien mit Kindern, besuchten die Angebote und Stände von 100 verschiedenen Organisationen und Vereinen, von Ameisenstaaten über die Pflanzentombola bis zur Zahnpflege für Kinder war für jeden etwas dabei.

Seit Jahrtausenden erschaffen Menschen auf der ganzen Welt die Vielfalt der Kulturpflanzen und der Nutztiere. Diese bio-kulturelle Vielfalt ist ein elementarer Teil des Menschenrechts auf Nahrung und muss deshalb Gemeingut bleiben und allen gehören. Aber heute kontrollieren zehn Konzerne bereits 67% des weltweiten Saatgutmarktes. Sie fordern eine Ausweitung ihrer geistigen Eigentumsrechte, um ihre Profite noch zu vergrößern und ihre Industriesorten der ganzen Welt aufzuzwingen. Nachbaufähige Sorten hingegen werden systematisch vom Markt verdrängt.

Am 19. Juni 2010 trafen sich 7 Mitglieder – überwiegend weiblich, wo bleiben die Männer? – bei Eveline Renell in Offenbach zum ersten Beschnuppern bei herrlichem Wetter. Nach Kaffeeklatsch unter dem endlich wieder austreibenden Feigenbaum ging es zur Besichtigung in das nahe gelegene Gelände der alten Stadtgärtnerei, wo Eveline Renell ein Erbsenschaubeet mit 17 Sorten angelegt hatte. Die Pflanzen zeigten sich in allen Entwicklungsstadien. Die Peluschken fanden besonderen Anklang, und die Sorte „Überreich“ machte ihrem Namen alle Ehre.

Eine neue Struktur für die Erhaltungsarbeit: Erhalter-Ringe und Fachgruppen

In der Vergangenheit haben eine ganze Reihe von Engagierten dankenswerter Weise die aktive Erhaltung seltener Sorten durch Sortenpatenschaften geleistet. Der VEN etabliert nun mit der Sortenerhaltung durch Erhalter-Ringe und Fachgruppen eine neue Struktur und baut dabei auch auf die Erfahrung und Sortenkenntnis der ehemaligen Paten auf.

Als Tagungsband zur fünften Informations- und Fortbildungsveranstaltung „Historische Gärten und Parks in privater Hand“ am 22. November 2008 in Aachen zum Thema „Bohnapfel, Hauswurz, Ewiger Kohl – Neue Rezepte für alte Nutzgärten“ ist das beinahe gleichlautende Buch erschienen.
Es enthält neben den Vorträgen der Tagung noch ergänzende Beiträge insbesondere zur Geschichte von Küchengärten.

Der Alternative Nobelpreis (Right Livelihood Award) ehrt Menschen und Initiativen, die Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen und feiert sein 30jähriges Jubiläum in Bonn. Am 16. September 2010 findet die Konferenz: „Visionen und Inspirationen für eine bessere Welt“ statt.

Aus dem anthroposophischen Pforte-Verlag kommt zum Jahr der Biodiversität eine wichtige Sammlung aktueller Beiträge nicht nur zum Stand der Agro-Gentechnik, der Macht des Agri- Business, und der Geistigen Eigentumsrechte, sondern auch zum Qualitätsverlust der heutigen Sorten, und zu alternativen Züchtungsansätzen. Der Band leistet eine leicht verständliche und gut lesbare Darstellung der Fülle von Informationen und auch ihre Einordnung in die Kulturgeschichte.

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