Region Köln

Die Regionalgruppe Köln stellt sich vor

Die VEN-Regionalgruppe Köln hat sich im März 2017 gegründet und besteht derzeit aus 9 aktiven Mitgliedern und mehreren Interessierten. Auf weitere Mitglieder und Interessierte freuen wir uns! Schreibt uns sehr gerne an, Kontaktadresse siehe unten.

Derzeit unterstützt die Gruppe einen Kölner Biogarten durch Öffentlichkeitsarbeit und kann als Gegenleistung dafür auf dessen Gelände ein eigenes Grundstück bewirtschaften. Hierauf werden aktuell einige zweijährige Arten vermehrt. Zudem war die Regionalgruppe Köln auf dem Saatgutfestival in Köln am 03.03.2018 mit einem eigenen Stand vertreten; ein Mitglied der Gruppe gehört zudem dem Orga-Team des jährlichen Saatgutfestivals an.

Auf dem Saatgutfestival konnte die Gruppe zudem 50 Kontakte zu Interessierten herstellen, welche sich an der Vermehrung und Erhaltung von insgesamt 30 Bohnensorten beteiligen. Im Erfolgsfalle besteht die Option, die dort gesammelten Erfahrungen den Erhalterringen des Bundesvereins zur Verfügung zu stellen.

Des weiteren ist eine Unterstützung von Kleingärtnern bei der Nutzung von samenfesten Sorten sowie die Durchführung von Schulungsmaßnahmen unter Hinzuziehung externer DozentInnen geplant.

Die Gruppe verfügt über Erfahrungen mit An- und Aufzucht, Pflege und Ernte von alten Gemüsesorten. Innerhalb der Gruppe werden derzeit 30 Tomatensorten, 10 Stangen- und Buschbohnensorten, Chili sowie Mangold als zweijähriges Gemüse vermehrt bzw. erhalten. An- und Aufzucht einiger Sorten werden weiter unten in separaten Artikeln beschrieben.

Ein weiterer Fokus der Gruppe besteht in der politischen Aufklärung im Hinblick auf ernährungspolitische Fragen. Vor diesem Hintergrund wird sich regelmäßig auch den sogenannten "Big Playern" auf dem Saatgutmarkt gewidmet werden sowie dem aktuellen Diskussionsstand hinsichtlich möglicher ökologischer, medizinischer und soziologischer Folgen ihres Marktgebahrens. Damit einhergehend wird auch ein Blick auf die aktuelle, konzernfreundliche Politik der EU und der Bundesregierung notwendig. Insbesondere steht nun die von der EU-Kommission genehmigte Fusion von Bayer und Monsanto im Fokus.

Nur am Rande und der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle ausdrücklich betont, daß die Kölner Gruppe jedwede Form von ausgrenzender Heimattümelei sowie rechtslastiges Gedankengut als mit ihren Zielen unvereinbar betrachtet.

Ansprechpartner: VEN-Ortsgruppe Köln
 

Die VEN-Regionalgruppe auf der Kölner Pflanzentauschbörse am 06.05.2018

Stand der Kölner VEN-Regionalgruppe außerordentlich gut besucht

Das Wetter hätte besser nicht sein können. Bei sommerlichen Temperaturen war die diesjährige Kölner Pflanzentauschbörse gut besucht und die im letzten Jahr gegründete Regionalgruppe Köln des VEN mit einem ansehnlichen Stand dort vertreten. Die mit fünf Aktiven präsente Gruppe hatte nicht nur Pflanzen und Samen im Handgepäck dabei, sondern betrieb auch in Sachen Bildung und (Saatgut-)Politik Aufklärungsarbeit, welche vor allem, nachdem das Angebot von Pflanzen und Samen zur Neige ging, verstärkt Aufmerksamkeit bei den BesucherInnen erfuhr.

Thermatisiert wurden vor allem die Eigenschaften von F1-Hybriden und deren Unterschied zu samenfesten Pflanzen. Dieser Sachverhalt ist einigen Menschen - so der gestrige, vorsichtige(!) Eindruck - noch nicht explizit bewußt. Im Hinblick auf ernährungspolitische Fragestellungen scheint der Diskussionsbedarf groß zu sein, wie sich aus dem einen oder anderen Gespräch ergab. Vor allem die Themen "Demokratiedefizit" und "Monsanto/Bayer-Fusion" rufen bei Vielen ein latentes Unbehagen bzw. Zorn hervor oder lassen eine teilweise Resignation erkennen. Eine solche jedoch müssen wir aktiv angehen und den Menschen demokratische Perspektiven aufzeigen. Zentral werden dabei Bildung und Information sein.

Des weiteren konnte die Gruppe weitere Interessierte für den Verteiler ihres Bohnenprojektes hinzugewinnen.
 


Das Angebot an Pflanzen und Samen verursachte einen regelrechten Ansturm auf den VEN-Stand.


Die Pflanzentauschbörse fand bei sommerlichen Wetter in den herrlichen Gärten des Thurnerhofes Köln statt.


Am Kölner VEN-Stand.


Die drei Säulen des VEN:
1. Erhaltung, Vermehrung und Weitergabe;
2. Bildung;
3. Politik.


Von der Gruppe präsentierte Literaturvorschläge.


 


 

Interview der Regionalgruppe Köln nach dem Saatgutfestival, ausgestrahlt bei Radio Köln am 05.04.2018

Das am 05.04.2018 bei Radio Köln 107,1 live ausgestrahlte Studiogespräch mit der Kölner Gruppe kann hier nachträglich angehört werden.

Erhaltungsarbeit am Beispiel der rotblühenden Puffbohne

Botanischer Name: Vicia faba "Karmesin".

Im Erhaltungsbeet auf dem Gelände eines Kölner Biogartens wird nunmehr auch die Rote Puffbohne aufgezogen und vermehrt. Die Kräftigsten unter ihnen werden später als Saatgutträger verwendet. Die Aussaat erfolgte am 27.01.2018, bis zur Keimung werden - je nach Witterung - etwa 8-14 Tage veranschlagt. Die Ernte wird voraussichtlich ab Juni erfolgen können.

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Ca. 50 neue Kontakte der Kölner VEN-Gruppe zwecks Vermehrung auf dem Kölner Saatgutfestival

 

Das dritte Kölner Saatgutfestival, organisiert durch das Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln in Kooperation mit dem VEN und der VHS Köln war mit weit über 1000 BesucherInnen ein großer Erfolg. Alleine die VEN-Gruppe Köln konnte für ihre Arbeit rund 50 neue Kontakte knüpfen und Interessierte gewinnen, mit denen ein konkreter Saatgutaustausch zwecks Vermehrung zustande kommt. Die Aktivitäten der Kölner Gruppe sind ebenfalls Gegenstand eines Rundfunkinterviews, welches in den kommenden Wochen ausgestrahlt wird.

Erhaltungsarbeit am Beispiel des Wintersalats „Mombacher Winter“ syn. „Winter-Mombacher“

Botanischer Name: Lactuca sativa convar. incocta var. capitata.

Seit September 2017 haben wir eine kleine Fläche in einem Kölner Biogarten zur Verfügung. Schnell wurden Maiwirsing, Feldsalat und ein Wintersalat ausgesät. Der Maiwirsing und der Feldsalat sind nicht zufriedenstellend aufgelaufen, aber der Kopfsalat „Mombacher Winter“ konnte aus dem Saatbeet in das Erhaltungsbeet umziehen. Wintersalat wird normalerweise Mitte August bis Mitte September ausgesät. Mit dem 25.09. als Aussaatdatum sind wir etwas spät dran und die Pflänzchen relativ klein. Wir werden sehen, wie die 23 Pflänzchen durch den Winter kommen und selektieren dann die Kräftigsten als Saatgutträger.

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Areal des Erhaltungsbeetes der Regionalgruppe Köln, 27.01.2018.


Areal des Erhaltungsbeetes der Regionalgruppe Köln, 27.01.2018.

Artikel zum Insektensterben in Deutschland und zur Bayer-Monsanto-Fusion, zusammengestellt von der Regionalgruppe Köln

EU verbietet extrem bienenschädliche Pestizide
Das kann nur ein erster Anfang sein und darf nicht dazu verleiten, sich hierauf auszuruhen. Und daß die Mehrheit für das Verbot so knapp ausgefallen ist, macht deutlich, wie wenig Umweltbewußtsein innerhalb der EU verbreitet ist. Die Fusion von Bayer und Monsanto offenbart den nach wie vor hemmungslosen Imperialismus der Ökonomie in Europa (und auf der Welt) auf Kosten von Mensch und Natur. mehr...

Giegold: »Giftige Entscheidung für europäische Demokratie.« PolitikerInnen waren vor einer Machtkonzentration.
Bauern werden weiter in die Abhängigkeit von Großkonzernen getrieben. Transparenz und demokratische Kontrolle bleiben auf der Strecke. mehr...

Die Monsanto-Übernahme durch Bayer: Artikel des Bonner General-Anzeigers v. 22.03.2018
Im Hinblick auf die Machtkonzentration in den Händen des Bayer-Vorstands erscheinen die Äußerungen der EU-Kommission hierzu als bloße, nichtssagende Beschwichtigungsversuche. Außer Placebos hat die Kommission dem nichts entgegenzusetzen, und es hat den Anschein, dass Brüssel das auch gar nicht will. mehr...

Insektensterben: Forderungen an die Politik - Resolution der NABU-Bundesvertreterversammlung 2017
Die Insektenbestände gehen drastisch zurück. Um endlich gegenzusteuern, fordert der NABU von der Politik Maßnahmen zur Verringerung des Pestizideinsatzes. In Schutzgebieten, in Gärten sowie auf kommunalen Flächen sollen Pestizide ganz verboten werden. Wichtig ist zudem eine intensivere Forschung über Insektenbestände und Rückgangsursachen. mehr...

General-Anzeiger Bonn, 07.11.2017
Ein lesenswerter Artikel, welcher die Dramatik des Massensterbens der Insekten und dessen ökologische Folgen mehr als eindringlich beim Namen nennt. mehr...

Süddeutsche Zeitung, 18.10.2017
Auch die SZ geht auf das mittlerweile flächendeckend zu beobachtene Problem ein. mehr...

So locken wir Insekten in den Garten
Nützliche Tips des NABU, wie der eigene Garten zum Rückzugsgebiet für Insekten werden kann. mehr...

Studie des NABU 2017: Wissenschaftler bestätigen dramatisches Insektensterben
Für den NABU stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Insektenwelt in Schwierigkeiten steckt, sondern wie das Insektensterben zu stoppen ist. mehr...

Der Fokus, 02.05.2015
Auf die Gefährlichkeit zweier Pflanzenschutzmittel des Bayer-Konzerns für Bienen hat der Fokus bereits im Jahre 2015 hingewiesen.
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Projekt Wildbienenschutz
Wie im Jahre 1989 aus dem Engagement von Schulkindern der dritten Klasse ein sehr ernstzunehmendes und vielfach ausgezeichnetes Umweltprojekt wurde, welches geradezu beispielhaft ist.
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